Schwarztee – alternative Koffeinbombe?

Kaffee? Oder lieber Tee? Wenn unser Biorythmus am Morgen länger braucht, um in Fahrt zu kommen, greifen wir zur alternativen Zündquelle – dem Kaffee. Die Teeliebhaber unter uns wissen jedoch, dass Schwarztee eine ebenso gute Koffeinbombe ist, um der Müdigkeit entgegenzuwirken. Aber wie viel Koffein enthält dieser Tee wirklich?

Alles auf Anfang!

Ob Ceylon, Assam oder eine andere Schwarzteesorte, jede hat ihr eigenes Aroma. „two leaves and a bud“ – Schwarzer Tee wird aus der Knospe der Pflanze „Thea Camellia“ und ihren beiden Blättern hergestellt. Hochwertiger Tee wird ausschließlich aus den vollen Blättern hergestellt. Bei teuren Schwarzteesorten erfolgt die Ernte per Hand, um die Blätter nicht zu beschädigen. Günstigere Teesorten werden von einer Maschine geerntet. Aber die Qualität hängt natürlich nicht nur von der Blattgröße ab. Durch einen fünfstufigen Vorgang werden chemische Prozesse in Gang gesetzt, die später für das Aroma und natürlich die Qualität des Tees verantwortlich sind. In der ersten Stufe wird den Blättern mit Hilfe der Raumluft das Wasser entzogen (Welken). Nach dem „Rollen“ brechen die Blätter auf und es tritt Zellsaft aus. Durch das anschließende Fermentieren werden die Blätter bis 29 grad erwärmt und dadurch den Blättern wieder Feuchtigkeit hinzugefügt. Der nächste Schritt ist die „Trocknung“. Hierdurch erhalten die Blätter ihre typische Farbe und werden haltbar gemacht. Jedes Anbaugebiet bestimmt die Länge der Trocknung individuell. Schwarztee aus Sri Lanka wird für gewöhnlich 20 Minuten getrocknet. Assam-Tee im Vergleich benötigt eine viel längere Trocknungszeit und ist deshalb auch länger haltbar. Welche Teesorte ist denn nun der stärkste Wachmacher? Das kann man pauschal nicht beantworten, da das Koffein je nach Teesorte durch Aminosäuren (Theanin) unterschiedlich gebunden ist. Wenn der Tee jedoch mit der Kospe verarbeitet wird, kann man davon ausgehen, dass er wesentlich mehr Koffein enthält als ein Tee, der ausschließlich aus den Blättern der Pflanze hergestellt wird.

Was ist drin im schwarzen Gold?

Schwarzer Tee wirkt im menschlichen Organismus anders als Kaffee. Obwohl beide für ihren Koffeingehalt bekannt sind, haben sie unterschiedliche Wirkzeiten. Die Wirkung beim Kaffee erreicht ihren Höhepunkt bereits nach einer halben Stunde und baut sich dann ab. Bei schwarzem Tee erfolgt die höchste Konzentration an Koffein nach ca. einer Stunde und arbeitet darüber hinaus weitere 4 Stunden im Körper. Ist Kaffee stärker als schwarzer Tee? Nun die Stärke des Koffeins im Tee hängt, nicht wie allgemein angenommen, von der Ziehzeit und der Temperatur ab. Der Koffeingehalt bleibt gleich. Je länger man ihn jedoch ziehen lässt, desto stärker lösen sich die Gerbstoffe von den Blättern und der Tee wird bitter. Generell kann man sagen, dass eine Tasse Schwarztee vergleichbar ist mit einer Tasse Kaffee. Je nach Verarbeitung enthält Tee bis zu 4,5%, durch Theanin gebundenes Koffein. Im Vergleich, Kaffee enthält durchschnittlich 2,2% Koffein. Die gebundene Form hat einen großen Vorteil. Es wirkt im Körper langsamer als Kaffee und ist somit verträglicher. Schwarztee enthält neben Koffein gesundheitsfördernde Vitamine und Mineralien, wie z.B. Flavonoide (wirken antibakteriell und enthalten Antioxidantien), Tannine (wirken entzündungshemmend). Ein gesunder Wachmacher, der, wenn er in Maßen genossen wird, sich positiv auf den Körper auswirken kann.

Tags: Tee

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