Filterkaffee aus dem Handfilter

Filterkaffee aus dem Handfilter - Mit einfachen Mitteln zum Genuss

Für Kaffeegourmets ist die Zubereitung ihres geliebten Heißgetränks oftmals eine Kunst für sich.

Dabei fließt beim Brühen eines Kaffees mittels eines Handfilters ganz besonders viel Aufmerksamkeit in die Herstellung ein. Das Ergebnis ist bei richtiger Herangehensweise ein besonders aromatischer und vollmundiger Kaffee, dessen Geschmack sich zudem mit einfachen Mitteln ständig variieren und anpassen lässt.

So ist es beim Filterkaffee möglich, bei Verwendung derselben Kaffeesorte jede Tasse anders schmecken zu lassen; ideal für Kaffeetrinker, die gerne etwas experimentieren oder bei Besuch mit unterschiedlichen Geschmäckern.

Zubehör und Anleitung

Für Filterkaffee, der durch Handfilterung zubereitet wird, ist neben den gemahlenen Kaffeebohnen, das folgende Zubehör nötig: eine Tasse oder Kanne, ein Handfilter, Filterpapier und eine Möglichkeit, Wasser zu erhitzen, bspw. ein Wasserkocher oder -kessel.

Nicht unbedingt nötig, aber hilfreich, ist eine Küchenwaage. Obwohl es letztendlich immer Geschmackssache ist und jeder Kaffeetrinker vermutlich ein wenig experimentieren wird, bevor er den für ihn idealen Geschmack gefunden hat, kann als erster Anhaltspunkt mit ca. 16 Gramm Kaffeepulver auf 250 Milliliter Wasser gerechnet werden.

Während das Wasser im Kocher oder Kessel erhitzt wird, das Filterpapier an der Seiten- und der unteren Falz einschlagen, sodass es "offen" stehenbleibt. Danach in den Handfilter legen. Diesen dann auf die Tasse oder Kanne platzieren. Nun die gewünschte Menge Kaffeepulver in den Handfilter füllen.

Das kochende Wasser von der Hitzequelle nehmen und zwischen 30 und 90 Sekunden beiseite stellen. Danach hat es sich für gewöhnlich auf eine zum Handfilterbrühen ideale Temperatur von ca. 91-96 Grad abgekühlt. Das Kaffeepulver soll nun "bloomen" - "aufblühen". Dieser Vorgang löst einen Großteil der Aromastoffe aus dem Pulver heraus, die danach leichter in der Tasse landen.

Das Blooming beginnt, indem man eine kleine Menge des heißen Wassers auf das Pulver gibt. Es sollte möglichst vollständig benetzt aber nicht nass sein. Wenn in der Tasse oder Kanne jetzt schon eifriges Tropfen zu hören ist, dann wurde zu viel Wasser eingegossen. Das Pulver soll sich nur vollsaugen und dann eine Weile "wachsen". Nach ca. 30 Sekunden des Wartens wird nun der Rest des Wassers hinzugegeben.

Dies kann mit einem Mal oder auf zwei bis vier Güsse verteilt geschehen. Das Eingießen sollte in kreisenden Bewegungen, am inneren Filterrand entlang, vonstattengehen. Wird nur in die Mitte gegossen, entsteht dort ein Krater und das Pulver türmt sich an den Seiten hoch.
Von nun an heißt es nur noch warten, bis das Wasser durchgelaufen ist und schon steht ein handgebrühter, aromatischer Filterkaffee zum Genuss bereit.

Welcher Kaffee eignet sich?

Für die Zubereitung von Handfilterkaffee eignet sich eine mittlere Mahlstufe am besten. Sie sollte weder so grob, wie für die French Press oder gar die Karlsbader Kanne sein, noch so fein wie Espresso. Das Filterpapier hält auch feinere Partikel zurück, sodass in handgefiltertem Filterkaffee kein Kaffeesatz zu erwarten ist, daher ist eine gröbere Mahlstufe nicht vonnöten.

Je feiner die Mahlung aber ist, desto intensiver werden Geschmacksstoffe vom heißen Wasser herausgelöst. Dies verspricht einerseits ein volles, deliziöses Aroma, kann bei eher bitteren oder säurehaltigen Bohnen aber auch das Geschmackserlebnis mindern. Daher ist ein eher mittlerer Mahlgrad für diese Zubereitungsart ideal.

Vorteile der Handfilterung

Widmet man sich der Handfilterung, so bedeutet dies eine kostengünstige und umweltschonende Zubereitung, die eine intensive Nähe zum Produkt bietet. Strom wird nur für das Erhitzen des Wassers verbraucht. Abfallprodukte sind lediglich das über den Biomüll entsorgbare Filterpapier mit dem Kaffeesatz, sowie alle paar Wochen die Verpackung des Kaffees.

Auch die Einstiegskosten sind sehr gering. Selbstverständlich gibt es vergleichsweise hochpreisige Handfiltertrichter aus Porzellan, aber selbst diese liegen preislich deutlich unter den Anschaffungskosten von Kaffeemaschinen oder gar Vollautomaten. Bei kaum einer anderen Zubereitungsart hat man zudem bei jedem einzelnen Brühvorgang so viel Kontrolle über den Geschmack, wie man ihn hier per Wasserhitze, Kaffeemenge und Eingießtechnik für jede Tasse einzeln steuern kann.

Tipps und Tricks Kaffeezubereitung im Handfilter

Um den Geschmack des zubereiteten Kaffees zu beeinflussen, können unterschiedliche Kniffe angewendet werden.

Ein Tipp, der möglichst immer befolgt werden sollte, lautet, das Filterpapier im Filter mit heißem Wasser auszuspülen, noch bevor das Kaffeepulver zugegeben wird. Das heiße Wasser kann danach in die Tasse oder die Kanne gekippt und anschließend weggeschüttet werden. Es dient damit gleichzeitig zur Anwärmung, was dem Kaffeearoma zugutekommt.

Der Vorteil, das Filterpapier auszuspülen, besteht darin, dass dadurch kleinste Papierpartikelchen oder Restbestände aus der Herstellung, die den Kaffeegeschmack beeinträchtigen könnten, herausgespült werden.

 

Sollte der Kaffee zu bitter oder zu sauer schmecken, muss nicht gleich ein Wechsel der Bohnensorte stattfinden. Zuerst einmal bieten sich folgende Gegenmaßnahmen an:

Bei einer zu intensiven Bitterkeit kann es helfen, das Wasser noch etwas länger abkühlen zu lassen. Je kälter es ist, desto weniger Bitterstoffe werden gelöst. Dies gilt auch für einen allgemein als "zu kräftig" empfundenen Kaffee. Ist der Kaffee hingegen zu säuerlich, zu wässrig oder zu schwach, dann könnte etwas heißeres Wasser helfen, den gewünschten Geschmack zu erhalten.

Auch die Wasserqualität an sich spielt für den Geschmack beim Kaffee eine Rolle. Dies gilt umso mehr für Filterkaffee. Gutes Leitungswasser ist ein großer Pluspunkt. Wenn der Wasserhahn aber kein sonderlich schmackhaftes oder nur sehr hartes Wasser spendet, dann könnte ein Wasserfilter seinen Teil zu einem genussvollen Filterkaffee beitragen. Manche verwenden für ihren Kaffee direkt hochwertiges Mineralwasser aus der Flasche.

Letztendlich ist der Star beim Filterkaffee, wie bei anderen Zubereitungsarten auch, die gemahlene Bohne an sich. Eine gute, hochwertige Sorte, die vom Säure-, Stärke- und Bitterkeitsgrad und der Röstung her dem eigenen Geschmack entspricht, die den geeigneten Mahlgrad aufweist und die dann noch gut (luft- und blickdicht) gelagert wird, macht handgefilterten Kaffee zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis.

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